Aufbau Gesundheitszentren

11.03.2016

 

Afrin (kurd. Efrîn) liegt in der Provinz Aleppo im Bezirk Afrin, circa 65 Kilometer nordwestlich von Aleppo. Die Lage in der Region, welche vorwiegend von Kurden bewohnt wird, ist äußerst angespannt. Da der Bezirk bisher von kriegerischen Auseinandersetzung mehrheitlich verschont blieb, sowie aufgrund er Nähe zu der Metropole Aleppo, haben sich zahlreiche Binnenflüchtlinge in und um Afrin niedergelassen. Schätzungen gehen aktuell von mehreren hunderttausend Flüchtlingen aus, dies bei einer Gesamtbevölkerung von nicht einmal einer halben Million. Seit den vermehrten Angriffen auf Aleppo und den geschlossenen Grenzen zur Türkei, hat sich die Situation nochmals merklich  verschärft (10vor10, 05.02.2016).

 

Die Versorgung der Bevölkerung mit zivilen Gütern ist aber äußerst problematisch (Bund vom 23.03.2014).

 

Im Norden hat die Türkei die Grenze komplett geschlossen, von Süden her kommt es immer wieder zu Angriffen durch islamistische Gruppierungen wie der Al-Nusra-Front. Die Region ist deshalb nur noch sehr schwer zugänglich.

Projektbeschrieb Gesundheitsversorgung Region Afrin

 

Nach Ausbruch des Bürgerkrieg mussten sämtliche regionalen, ehemals staatlichen Gesundheitszentren, aufgrund fehlender finanzieller Mittel geschlossen werden. Des weiteren haben in Folge der Kriegswirren zahlreiche Ärzte das Land verlassen.

 

SyriAid unterstützt das einzige noch existierende Spital im Bezirk Afrin seit mehreren Jahren teils mit Hilfsgüter, teils finanziell. Mit den Verantwortlichen stehen wir regelmäßig in Kontakt. Soweit es die Sicherheitslage zulässt, besuchen wir die jeweiligen Projekte auch persönlich.  

 

Initiiert von den Ärzten des Spitals in Afrin und in Zusammenarbeit mit der kurdischen Verwaltung wird nun versucht, 16 dieser Gesundheitszentren in den Dörfer um die Stadt wieder in Betrieb zu nehmen. Somit kann einerseits das Spital entlastet werden, anderseits müssen die Patienten für kleinere Behandlungen nicht mehr den weiten, oft gefährlichen Weg nach Afrin gehen.

 

Das Projekt ist wegen der unsicheren Lage sowie den bisher fehlenden finanziellen Mittel vorerst auf ein Jahr beschränkt. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen und die nötigen Gelder gesichert sein, wird selbstverständlich eine Weiterführung angestrebt. Die Behandlung ist für alle Kostenlos (inkl. Binnenflüchtlinge). Für das erste Jahr wird mit Kosten von rund SFr. 24’000.-  pro Zentrum gerechnet.  Damit sollte eine einfache Grundversorgung möglich sein:

 

  • Beschaffung überlebenswichtiger Medikamente

  • Löhne für 2 ÄrztInnen sowie 4 KrankenpflegerInnen / Zentrum

 

Das bezahlen von bescheidenen, zum überleben ausreichenden Löhnen ist entscheidend, damit nicht noch weitere Fachpersonen das Land verlassen.  Da die Gelder wegen der weitgehend zum erliegen gekommenen Wirtschaft in Syrien nur zu einem kleinen Teil vor Ort beschafft werden können, ist Unterstützung von aussen dringend notwendig. SyriAid finanziert vorerst mindestens zwei dieser Zentren.

 

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