SyriAid

In vielen Regionen Syriens fehlt es an allem. Besonders aber benötigen die wenigen Spitäler und Praxen, die ihren Betrieb in den vom Krieg besonders gezeichneten Gebieten unter schwierigsten Bedingungen aufrecht halten, Medikamente und medizinische Geräte. Viele Menschen sterben an einfachsten Krankheiten und Verletzungen, weil notwendige, zum Teil einfache Behandlungen nicht möglich sind. Millionen von Menschen mussten aufgrund der Kriegswirren ihr Zuhause verlassen.

 

 

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Wer wir sind

SyriAid ist ein Verein und besteht seit 2013. Im Verein engagieren sich Exilsyrerinnen und Exilsyrer ebenso wie Schweizerinnen und Schweizer. Gemeinsam ist allen der Wille, dem Leid, das der syrischen Bevölkerung seit der bewaffneten Niederschlagung der Revo- lution 2011 widerfährt, etwas entgegen zu setzen. Mitinitiator des Vereins ist Ashti Amir. Der bestens vernetzte und engagierte Exil-syrer ist wegen seiner Menschenrechtsaktivi-täten vor über 20 Jahren in die Schweiz ge-flüchtet. Auch hier engagierte er sich stets für Menschenrechte und die Demokratisierung Syriens. Er lebt mit seiner Familie in Bern. SyriAid zählt seit Jahren auf einen grossen Kreis an Unterstützerinnen und Spendern. Im Rahmen der Möglichkeiten leistet SyriAid hu-manitäre Nothilfe und Entwicklungshilfe.

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Geschichte

 

Seit Beginn der bewaffneten Konflikte in Sy-rien gibt es in der Schweiz von Exilsyrerinnen und Exilsyrern Bemühungen, die Menschen in Syrien zu unterstützen. Am Anfang haben in der Schweiz lebende Syrerinnen und Syrer in loser Zusammenarbeit versucht, die notwen-digsten zivilen Güter, wie Medikamente, Ver-bandsmaterial, medizinische Geräte, Kleider, Decken und Schlafsäcke von der Schweiz nach Syrien zu transportieren. Ein solch im-provisierter Transport von Ashti Amir wurde 2013 von einem Team der Berner Tages-zeitung “Der Bund” begleitet. Bei den Betei-ligten reifte danach die Überzeugung, die Kräfte in einem Verein zu bündeln und SyriAid wurde gegründet.


Siehe Reportage

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Was wir tun

 

Die Arbeit von SyriAid hat sich in den letzten Jahren stets weiterentwickelt. In den Anfäng-en des Vereins standen Hilfsgütertransporte von der Schweiz nach Syrien im Fokus. In aufwändiger Arbeit wurden Kleider, Decken, Medikamente und medizinische Geräte ge-sammelt, verpackt und mit Lastwagen nach Syrien verschickt. Die Logistik und der finanz-ielle Aufwand waren im Verhältnis zur gelei-steten Hilfe sehr hoch. Deshalb hat sich Syri-Aid entschieden, sich mehr aufs Fundraising zu konzentrieren und die Mittel direkt in Projekte in Syrien zu investieren. Unterstützt wurden vor allem Institutionen im Bereich medizinische Versorgung und Bildung. Dank SyriAid konnten zum Beispiel in der Region Afrin im Nordwesten Syriens regionale Ge-sundheitszentren in Betrieb genommen wer-den. Im Norden des Landes, wo sich SyriAid stark engagiert, verschlechterte sich die Situa-tion in den letzten Jahren. Kämpfe zwischen unterschiedlichen Anspruchsgruppen verur-sachten neue Flüchtlingsströme und hoff-nungsvolle Projekte wurden erneut zerbombt. Trotz allem ist SyriAid drangeblieben, hat Flüchtlinge mit Nothilfe und beim Aufbau medizinischer Versorgung unterstützt.