Kleidersammlung und Transporte

Mit regelmässigen Sammelaktionen von Kleider, Schuhe, Decken, Spitalbedarf und Medikamente hat SyriAid die Direkthilfe gestartet. In den Jahren 2013 bis 2017 investierten wir unsere Energie in die Beschaffung und Aufbereitung notwendiger Hilfsmittel für Syrien. Dabei wurden wir tatkräftig durch asylsuchende Menschen unterstützt. Nachfolgend die wichtigsten Etappen:

  • Im Herbst 2013 starteten wir mit der ersten Kleidersammelaktion. Ziemlich chaotisch in einem alten Bauernhaus, welches die Lasten glücklicherweise tragen mochte. Erst waren weitere Fahrten mit Bussen geplant, doch kamen schnell statt ein paar Kisten mehrere Tonnen an Sachspenden zusammen.

 

  • Im Januar 2014 wurde mit zahlreichen Helfer/innen der erste Schiffscontainer mit Kleidern, Medikamenten und medizinischen Geräten beladen. Nebst den zu erwartenden Schwierigkeiten beim Transport der Hilfsgüter nach Syrien gab es zudem zahlreiche Probleme mit lokalen türkischen Behörden und anderen Akteuren.

 

  • Weitere Transporte gingen 2014/2015 u.a. Richtung Suruç und es wurde in einer alten Zimmerei bei Tägertschi ein neuer Sortierraum eingerichtet. Leider waren die Räumlichkeiten für die immer grösser werden Mengen an zu sortierenden Sachspenden alles andere als ideal, doch wollten wir möglichst wenig der finanziellen Mittel für Infrastruktur in der Schweiz ausgeben.

 

  • Im Herbst 2015 wurden entlang der Balkanroute zahlreiche Gruppen aktiv, welche teils ebenfalls Sachspenden benötigten. Es wurden diverse kleinere und grössere Sammelaktionen gestartet.

 

  • Schnell wurde klar, dass andere Räumlichkeiten benötigt werden. Nachdem wir mit überfluteten Kellern, blockierten Warenliften und überladen Bussen zu kämpfen hatten, konnte 2016 zusammen mit OpenEyes und REFY der Sortierraum am Spinnereiweg und das Lager in Deisswil bezogen werden.

 

  • November 2016: Ende November ist ein weiterer Transport mit rund 900 Kisten Sachspenden (Kleider, Decken, Schuhe usw.) nach 3-wöchiger Reise in Ma’aret Hurmah in Syrien angekommen. Von der türkisch-syrischen Grenze an, wo die Ware umgeladen werden musste, wurde in Zusammenarbeit mit „Mouwatana For Civil Action“ der Weitertransport organisiert. Die Spenden wurden von einem Lagerraum aus an die rund 10‘000 Flüchtlinge in der Region Ma’aret Hurmah sowie an die infolge des Krieges verarmte lokale Bevölkerung verteilt.

 

  • Im Februar 2017 erreichte ein LKW mit gesammelten Sachspenden wie Kleider und Decken die syrische Grenze. In der Folge wurden die Materialien an unterschiedlichen Orten verteilt (u.a. im Waisenheim in Nûpel und das Flüchtlingslager Robar in der Nähe von Aleppo).

 

Nach fast fünf Jahren, unzähligen Sammelaktionen, Sortiertagen, Tonnen an Material und zahlreichen Transporten haben wir die Sammelaktionen und Transporte direkt nach Syrien eingestellt. Hohe Transportkosten, Schikanen bei der Einreise über die syrische Grenze und ein steigendes Risiko für die Transportgesellschaft haben uns dazu veranlasst, Material direkt vor Ort oder angrenzenden Länder zu beschaffen.

SyriAid dankt an dieser Stelle allen beteiligten Personen, die mitgeholfen haben, vier grosse Transporte in den Norden von Syrien zu ermöglichen. Profitiert davon haben Zivilisten, wie auch medizinische Organisationen.

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