Region Afrin

Afrin (kurd. Efrîn) liegt in der Provinz Aleppo im Bezirk Afrin, circa 65 Kilometer nordwestlich von Aleppo. Die Lage in der Region, welche vorwiegend von Kurden bewohnt wird, ist äußerst angespannt. Soweit es die Situation zulässt, besuchen wir die jeweiligen Projekte auch persönlich.

 

 

Die Situation in Afrin

 

Da der Bezirk bis 2017 von kriegerischen Auseinandersetzung grösstenteils verschont blieb, sowie aufgrund der Nähe zu der Metropole Aleppo, haben sich zahlreiche Binnenflüchtlinge in und um Afrin niedergelassen. Schätzungen gehen von mehreren hunderttausend Flüchtlingen aus, dies bei einer Gesamtbevölkerung von nicht einmal einer halben Million. Mitte Januar 2018 hat die Türkei den lange befürchteten Angriff auf die rund 2000 km² grosse Region Afrin gestartet.

 

 

Die Versorgung der Bevölkerung mit zivilen Gütern ist aber äußerst problematisch. Im Norden hat die Türkei die Grenze seit längerer Zeit geschlossen, von Süden her kam es immer wieder zu Angriffen durch islamistische Gruppierungen wie der Al-Nusra-Front (Fatah asch-Scham). Die Region war bereits 2013 nur noch sehr schwer zugänglich.

 

 
Spital Afrin

 

Das Spital in Afrin ist das Einzige in der Region, welches den Betrieb mehr oder weniger Aufrecht erhalten konnte. Die Ärzte sind aufgrund dessen aber mit verschiedenen Problemen konfrontiert (wesentlich höhere Anzahl an PatientInnen, Beschaffung Medikamente, usw.). SyriAid unterstützt das einzige noch existierende Spital im Bezirk Afrin seit mehreren Jahren teils mit Hilfsgüter, teils finanziell. Mit den Verantwortlichen stehen wir regelmäßig in Kontakt. 

 
Gesundheitszentren Afrin

 

Nach Ausbruch des Bürgerkrieges mussten sämtliche 16 regionale, ehemals staatliche Gesundheitszentren, aufgrund fehlender finanzieller Mittel geschlossen werden. Des weiteren haben in Folge der Kriegswirren zahlreiche Ärzte das Land verlassen. Initiiert von den Ärzten des Spitals in Afrin und in Zusammenarbeit mit der kurdischen Verwaltung wird nun versucht, einige dieser Gesundheitszentren in den Dörfer um die Stadt wieder in Betrieb zu nehmen. Somit kann einerseits das Spital entlastet werden, anderseits müssen die Patienten für kleinere Behandlungen nicht mehr den weiten, oft gefährlichen Weg nach Afrin gehen.

Berichte aus Afrin

 

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Unsere Projekte in der Region Afrin

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