Verteilung Sachspenden ::: Bericht aus Afrin

26.03.2017

Vom Lagerraum aus wurden in den vergangenen Tagen ein Teil der Sachspenden weiter in die beiden Flüchtlingslager Robar sowie Schahba in der Nähe von Afrin transportiert.

 

Die Sachspenden wurden vor Ort entsprechend der Familiengrösse in kleiner Säcke umgepackt und verteilt. Nebst den dringend benötigten Kleidern, Schuhen und Decken sind insbesondre die Spielsachen auf grossen Anklang gestossen.

Die Flüchtlingslager Robar und Schahba

 

Im Flüchtlingslager Robar (10 km südöstlich von Afrin) leben aktuell rund 3120 Flüchtlinge, davon 1980 unter 18 Jahre. Nebst der allgemein schwierigen Versorgung sind z.B. umherstreuende Hunde für die BewohnerInnen ein grosses Problem. Das Camp konnte dagegen bisher nur mangelhaft geschützt werden.

Im Flüchtlingslager Schahba zwischen Afrin und Aleppo haben sich rund 2200 Menschen, vorwiegend aus der Region Aleppo, niedergelassen. Auch hier sind ein Grossteil Kinder. 

 

Die beiden Flüchtlingslager werden von der kurdischen Verwaltung, dem „Amt für Flüchtlingsangelegenheiten“ in Afrin, so gut wie möglich betrieben. An beiden Orten wird aktuell versucht ein regelmässiger Schulbetrieb zu organisieren. So haben wir Ende März 2017 einen weiteren LKW u.a. mit Schulmaterial für die beiden Camps beladen.

 

Flüchtlinge in der Provinz Afrin

 

Da der Bezirk bisher von kriegerischen Auseinandersetzung grösstenteils verschont blieb, sowie aufgrund er Nähe zu der Metropole Aleppo, haben sich zahlreiche Binnenflüchtlinge in und um Afrin niedergelassen. In der Provinz Afrin waren per 01.03.2017 303'762 Flüchtlinge aus verschiedenen Regionen Syriens registriert - rund 200’000 unter 18 Jahre.

 

Allein um die Stadt Afrin sind aktuell 151’210 Flüchtlinge auf Unterstützung angewiesen. Die Versorgung ist aber weiterhin äusserst schwierig: Im Norden hat die Türkei die Grenze komplett geschlossen, von Süden her kommt es immer wieder zu Angriffen durch islamistische Gruppierungen wie der Al-Nusra-Front (Fatah asch-Scham). Die Region ist deshalb nur noch sehr schwer zugänglich.

 

 

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